Was sollen denn hier Kochrezepte?

Gesundes Essen ist eine Voraussetzung für erfolgreiche Arbeit. Mit der bei Journalisten und IT-Spezialisten verbreiteten Mikrowellen-Kost geht das nicht. Wir wollen hier dazu ermuntern, es einmal zu probieren. Denn es ist gar nicht schwer. Die Belohnung sind Speisen, die viel besser schmecken, als man sie so kennt.

Nein, wir, das heißt Gina und Luc, sind keine Gesundheitsapostel. Wir rauchen, mögen Weißbier sowie Rotwein und betreiben außer Wanderungen keinen Sport. Aber wir können nur den Kopf schütteln über Leute, die „zu MacDonalds joggen“. Wir essen unregelmäßig, eher vier- oder fünfmal am Tag und niemals „bis zum Anschlag“. Meistens abends warm, was man ja angeblich nicht machen soll. Später am Abend fast immer noch Schokoladiges. Dass wir beide trotzdem rappeldürr sind und weniger oft krank sind als andere Leute, dürfte mit unserer Ernährung zu tun hat. Als Luc sich noch „single-typisch“ ernährt hat, hat ihn jede Grippewelle erwischt.

Gesunde Ernährung heißt zuerst einmal, wieder zu lernen, auf Körpersignale zu achten. Der plötzliche Appetit auf bestimmte Dinge ist ein solches Signal. Der Körper meldet einen Mangel an und weiß intuitiv seit Kindertagen, dass dagegen bestimmte Speisen oder Getränke helfen. Den Fertigprodukten fehlen viele Dinge, die der Körper braucht. Hingegen enthalten diese bequemen Produkte Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker, die Allergien fördern. Im Winter mögen wir gern Glühwein und Weihnachtsgebäck, im Sommer aber nicht. Warum? In beidem ist reichlich Zimt und Muskat, und beides wirkt wärmend. Also: Einfach auf die Signale acht geben und dem Körper nachgeben. Die Gründe lernt man im Laufe der Zeit. Aber es wirkt sofort.

Klar ist nicht alles gesund, worauf der Körper gerade Bock hat. Durst ist kein Grund für zehn Weißbier. Wir haben in unserer Küche eigentlich nur wenige Prinzipien. Das wichtigste lautet: Fett macht fett. Wie man dagegen halten kann, ohne dem Essen den Geschmack (Fett ist Geschmacksträger) zu rauben, steht unter „Kochtipps“. Ein anderes Prinzip sind frische Zutaten. Zwiebel- oder Knoblauchsalz sind wirkungsloser Blödsinn. Kräuter kauft man frisch. Wir ziehen ein paar als Topfpflanzen im Sommer auf dem Balkon. Die sind auch nicht so nachtragend wie Blumen, wenn man vergessen hat, sie zu gießen.

Wir möchten mit dieser Rubrik unsere Leser dazu anstiften, selbst zu kochen. Einfach sind unsere Rezepte, auch von Anfängern zu schaffen, und es wird super schmecken.

Wir kennen die Gründe gegen das Kochen aus eigener Erfahrung:

- Das dauert alles. Stimmt manchmal, aber nicht immer. Probiert gelegentlich, etwas selbst zu kochen. Vielleicht erst einmal am Wochenende. Nur für sich selbst zu kochen ist rausgeschmissenes Geld, weil man die Hälfte wieder wegkippt? Fast alle Speisen in dieser Rubrik kann man tagelang im Kühlschrank für einen zweites Essen vorhalten.

- Kochen macht keinen Spaß. Stimmt. Gern kocht man erst, wenn man anschließend belohnt wird mit etwas, das man selbst geschafft hat und außerdem toll schmeckt.

- Kochen ist anspruchsvoll. Stimmt nicht. Luc wusste anfangs gerade, dass wie man Kartoffeln schält, statt sie zu schnitzen. Reine Übungssache. Ansonsten verlangen die meisten Rezepte auf dieser Website nicht mehr Gerätschaften, als zur Grundausstattung eines Single-Haushalts gehören. Gleiches gilt für die Gewürze.

Bis heute stellt Luc sich in Ginas Augen unglaublich dämlich an, kann nicht drei Sachen parallel oder in schneller Folge machen, braucht daher Ewigkeiten mit Vorbereitungen. Aber inzwischen stimmt das Ergebnis. Das entschädigt für den Zeitaufwand.