Hefeteig und Hefezöpfchen

Die Grundregeln und Variationen

Grundregeln:

  • Bei etwa 35 Grad geht er gut.

  • Alle Zutaten in einem warmen Raum rechtzeitig bereitstellen. Milch soll lauwarm, die Butter geschmeidig sein.

  • Für den Vorteig die zerkrümelte Hefe mit etwas lauwarmer Milch, Zucker und Mehl verrühren; zugedeckt an warnem Ort gehen lassen, bis sich die Menge verdoppelt hat. Erst dann die Teigzutaten dazugeben. Mandeln und Sultaninen oder Korinthen erst unterkneten, wenn alle anderen Zutaten im Teig sind..

  • Auch bei der Zubereitung mit dem Handrührgerät sollte ein Vorteig bereitet werden. Vorteig mit Knethaken durcharbeiten.

  • Salz immer erst zu dem Mehl geben, wenn der Vorteig bereits gegangen ist.

  • Hefe niemals überlagern, in einem kühlem Raum hält sie 3 Tage.

  • Für leichte Hefeteige 20 bis 30 g Hefe auf 500 g Mehl verwenden. Schwere Stollenteige benötigen dagegen 50 g Hefe.

  • Hefeteig für Brötchen und anderes Frühstücksgebäck am Abend vorher kneten, über Nacht kühl stellen, am Morgen formen und gehen lassen, backen.

  • Das Hefe-Frühstücksgebäck vor dem Backen mit Milch bestreichen, nach Belieben mit Kümmel und Salz, Mohn oder Anis bestreuen

 

Zutaten:

500 g Mehl, 150 g Zucker, 200 g Margarine, Salz

1 Päckchen Vanillinzucker oder abgeriebene Zitronenschale oder 3 bittere Mandeln

reichlich 1/8 l Milch, 30 g Hefe, 1 Ei

 

Vorbereitung: (2 Varianten)

 

I. Das gesiebte Mehl mit den übrigen zimmerwarmen Zutaten (die zerbröckelte Hefe in der handwarmen Milch verrührt) zu einem glatten Teig verarbeiten. An einem warmen, jedoch nicht heißen Platz etwa 90 Minuten gehen lassen. Den Teig zusammmenstoßen und nochmals kurz kneten. Danach geht’s weiter

 

II. Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Vertiefung eindrücken und auf den Mehlrand Zucker, Margarineflöckchen und Gewürz verteilen. Die zerbröckelte Hefe, einen Teelöffel Zucker und die Hälfte der handwarmen Milch verrühren, in die Vertiefung gießen und von da aus mit etwa einem Drittel des Mehls verarbeiten, so dass ein kleiner fester Teig entsteht. Wenig Mehl darüber streuen und die mit einem Tuch bedeckte Teigschüssel an einen warmen Platz stellen. Nach etwa 20 Minuten das aufgegangene Hefestück mit allen übrigen Zutaten verkneten. Nochmals 60 Minuten gehen lassen. Vor der Weiterverarbeitung den Teig zusammenstoßen und kurz kneten.

 

Aus dieser Basis kannst du eine Menge Variationen machen.

 

Und so geht’s weiter zum Hefezöpfchen:

Gebraucht wird:

Knetteig nach Vorbereitung II, 125 g Sultaninen, Ei, Milch, zerlassene Butter, Staubzucker

Unter den gut gegangenen Hefeteig die gehackten Sultaninen kneten und den Teig in gleichmäßige Röllchen teilen. Jeweils drei zu einem Zöpfchen flechten, auf ein gefettetes Backblech legen und mit Eiermilch bestreichen. Bei Mittelhitze goldbraun backen und möglichst mit zerlassener Butter bestreichen und mit Staubzucker besieben.

 

Dabei kannst du jede Menge experimentieren:

Beispielsweise kannst du sehr klein geschnittene Apfelstückchen oder Zwiebackbrösel oder Schokolade (stehen Kinder drauf) oder gleich alles zusammen unterkneten.

Oder du machst keine Zöpfchen, sondern Taschen und packst da die Schokolade rein.

Wenn du den Teig ausrollst, mit Pflaumenmus und klein geriebene bitteren Mandeln dick bestreichst und dann Röllchen daraus bildest, nennt man das Kolatschen.

Probiere es mit 125 g geriebenen Haselnüssen und etwas Kokosraspeln. Schon hast du Nussschnecken.

Das Zeug funktioniert sogar mit geriebenen Kartoffeln oder 200 g Quark plus 2 EL Rum!