„Open Data Handbook“ erschienen

So lässt sich Open Government einfach machen

Von Ludger Schmitz 16.3.2012

Die Open Knowledge Foundation präsentiert einen Leitfaden mit Empfehlungen für die Praxis.

In Sachen Open Data sind uns die USA und sehr viele europäische Länder, vor allem England und Frankreich, wahnsinnig weit voraus. Es scheint in deutschen Amtsstuben eine Mischung aus Rat- und Mutlosigkeit zu herrschen. Wo sich Kommunen denn etwas aus der Deckung trauen, sind es allesamt Alleingänge, die folglich auch nicht eine breite Öffnung zur Folge haben. Das wurde hier schon bei der Open Government-Initiative von Berlin kritisiert. Und in München, wo man sich im letzten Jahr ebenfalls öffentlichkeitswirksam aus dem Fenster gelehnt hat, schaut es nicht besser aus.

Von einer Kooperation der Städte im bundesdeutschen Raum ist nichts zu vernehmen. Die Verantwortlichen laufen sich bestenfalls gelegentlich über den Weg, aber sie unternehmen nichts gemeinsam. Dabei gibt es Überlegungen in Richtung Open Government und Open Data in vielen deutschen Städten, insbesondere den großen. Aber anscheinend haben die Verantwortlichen nicht recht die Traute, die auch zu in die Praxis umzusetzen. Den Mut brauch es auf zwei Seiten, bei den IT-Verantwortlichen, wie bei den Lokalpolitikern.

Beiden könnte das „Open Data Handbook“ helfen, dessen erste Version die Open Knowledge Foundation gerade veröffentlicht hat. Dieser Leitfaden gibt öffentlichen Verwaltungen vor allem Praxisempfehlungen zur Umsetzung einer Open-Data-Politk. Er behandelt Fragen wie die nach den empfehlenswerten Lizenzen und Datenformaten, der Öffentlichkeitsarbeit und der Integration der Bürger. Momentan gibt es das Handbuch zum Download noch nur in englischer Sprache, eine deutsche Version ist in Vorbereitung.

Dieser Beitrag ist zuerst erschienen auf der Website des Bonner IT-Dienstleisters Tarent.