Ratgeber für Open-Source-Interessierte

„Open Source Software im geschäftskritischen Einsatz“

Von Ludger Schmitz, 30.6.2011

Ernst & Young-Berater: „Die Frage ist nicht ob, sondern wie Unternehmen und öffentliche Institutionen künftig mit Open-Source-Software umgehen.“

Eine lesenswerte Studie hat das Beratungsunternehmen Ernst & Young für Open-Source-Interessierte und -Anwender verfasst: „Open Source Software im geschäftskritischen Einsatz“. Der Ratgeber steht kostenfrei und ohne Registrierung zum Download bereit. Er beginnt mit einer für die im Allgemeine zurückhaltenden Berater bemerkenswerten Feststellung: „Wir gehen davon aus, dass bis in den nächsten Jahren nahezu alle der weltweit größten Unternehmen Open-Source-Technologien in missionskritischem Umfeld einsetzen werden. Die Frage ist somit nicht ob, sondern wie Unternehmen und öffentliche Institutionen künftig mit Open-Source-Software umgehen.“

Die 28-seitige Studie führt die Vorteile von Open-Source-Software ebenso auf wie Risiken, die sich bei deren Einsatz ergeben könnten. Weil Letztere ihre Ursachen in Unwissenheit einiger Besonderheiten von Open Source haben, gehen die Verfasser nicht nur darauf ein, sondern fügen Empfehlungen in Form von „Good Practices“ an. Das Spektrum reicht demnach auf der einen Seite von Vorteilen wie Kosteneinsparungen, Kontrolle über Software und Daten bis zur Entwicklungsgeschwindigkeit von Software. Auf der anderen kommen Lizenzbestimmungen, Support-Fragen und Service Level Agreements zur Sprache.

Eine Vertiefung präsentiert die Studie zum Thema rechtlicher Aspekte von Open Source. Abschließend vermittelt die Broschüre Hintergrundwissen zu Open Source, beispielsweise über die Definition von Open-Source-Software, die Abgrenzung zu Free Software und das Funktionieren der Entwickler-Communities.

*Dieser Beitrag ist zuerst erschienen im Mitglieder-Newsletter der Open Source Business Foundation OSBF.